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Mein Leben
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Mein Leben.
Da wo ich herkomme, hat man mich geschlagen, obwohl ich
noch ein Welpe war.Dann eines Tages kam Frauchen Silvi und hat mich da
raus geholt.Wuff. Und das kam so.....
Meine Vorbesitzerin hatt mich gar nicht vorgeführt, als
Silvi einen Hund aussuchen wollte, sie hat lauter andere Westi -
Hundchen geholt, die hatten alle ein schönes weisses Fell und
waren absolut reinrassig.
Dann, nach einiger Zeit fragte mein neues Frauchen, ob sie denn
nicht noch andere Hundebabys hätte, woraufhin meine
Besitzerin sagte, sie hätte noch so einen zezausten, mageren
Hund. Schwer erziehbar.
Er würde nicht schön aussehen und sein Fell ist dünn und
würde mit der Zeit zwei Farben bekommen, grau und weiss. Mein
Frauchen sagte:" So, so, grau und weiss und mager, und schwer erziehbar
...na, dann holen sie den doch mal her."
Sie holte mich aus meinem gekachelten, nach Kot stinkenden Raum,
in dem ich immer mein Geschäft auf Zeitungspapier
machen musste und streckte mich meinem neuen Frauchen mit ernster Mine
entgegen und sagte:"
Das ist er.
Frauchen Silvi nahm mich auf den Arm, mich , ein zitterndes
Häufchen Elend..
Ungepflegt, mit ein paar Fellbüschel auf dem Laib..Von
da an hat sie mich nie wieder losgelassen.
Ich bin direkt in ihr Herz eingezogen.
Das gibt es also doch...Liebe auf den ersten Blick !
Und ich habe so ein schönes, dickes, gewelltes Fell bekommen und
einen schönen weissen Fleck auf der Brust, den Frauchen besonders
schön findet. Für mein Frauchen bin ich der schönste
Hund der
Welt.Auf der Fahrt in mein neues zu hause habe ich etwas geweint,
weil ich meine anderen weissen Kumpels nicht mitnehmen konnte, und da
hat Frauchen mich in ihren Pullover gesteckt und
mich an sich gedrückt, ich fühlte mich sicher und
getröstet.
Von da an ging´s Berg auf. Wuff, wuff.
Nach 2 Wochen hat sich mein Zittern etwas gelegt.Ich musste keine
Angst mehr haben.Denn sehr lange durfte ich nachts in Frauchens Arm
schlafen, bis das Zittern endgültig verschwand, da wusste ich,
jetzt wird es mir gut gehen.Mit viel Geduld und Liebe hat sie es
geschafft, dass ich keine Angst mehr haben muss.Wenn ich mit Frauchen
im Garten war, habe ich mich immer auf dem Boden
zusammengekauert, wenn sie mit einem Rechen oder Besen umherlief.
Irgendwann kapierte ich, dass der Rechen für den Garten bestimmt
war und mit mir gar nichts zu tun hatte. Wenn Frauchen mich da so
liegen sah, stellte sie den Rechen oder Besen weg, nahm mich auf
den Arm und trug mich herum. Das war fein, wuff.
Ich wurde zu einem selbstbewussten, etwas dickköpfigen ,
machmal etwas frechen aber überaus und kaum zum aushalten lieber
Hund.
Der Nachteil ist, ich muss nun in meinem eigenen Bettchen
schlafen, weil ich ja nicht mehr zitterte. Wuff. Frauchen ist in mich
ja ganz verschossen. Aber ich nütze das nur selten aus.
Inzwischen bin ich 10 Jahre alt und wie immer sehr lieb.
Frauchen hegt und pflegt mich und und bürstet mein
schönes, zweifarbieges, welliges, weiches Fell. Sobald ich mich
auf den Boden werfe und meine Beinchen nach oben strecke , wird mein
Bäuchlein gekrault. Wenn Frauchen der
Arm lahm wird macht Herrchen weiter. Ja, man muss sich als Hund seine
Familie etwas erziehen.
Und wie das geht, na ganz einfach, man setze einfach
einen sehr vorwurfsvollen Blick auf.......... juhuuuu, dass
funktioniert prima.
Und meine Leute fragen sich gleich, was hat er denn?....Auch kann ich
so tun als hätte ich einen Asthma-Anfall, das ist meine absolute
Kunst, darauf fallen alle noch heute rein.
Nur inzwischen warten sie ab, bevor sie mit mir zum Tierarzt fahren, ob
sich der Anfall legt.Na , ja nach ein paar Minuten gebe ich es auf
und bin wieder normal.Inzwischen bekomm ich meine Gutis mit
meinen unwiederstehlichen Blicken.
Ich , Gino, mit zwei Farben im Fell, bin ja ein absoluter
Wunschhund und darum hat mein Herrchen ein Bettchen
für mich gezimmert, mit Matratze und Kuscheldecke. Nur, wenn es
draussen donnert
und regnet und die Tropfen an die Scheiben klopfen und der Wind
unheimliche Geräusche macht, darf ich zu Frauchen ans
Fußende liegen und mich ankuscheln.Wuff,wuff.
Das heisst, ich habe gar nicht gefragt, weil, wenn es draussen donnert,
mein Körper wie ein Gummiball von selber zu Frauchen springt.
Sobald das Wetter sich beruhiegt hat, geh ich wieder in mein
eigenes Bettchen.
Mein Herrchen ist ein ganz besonderes Exemplar, mit ihm kann ich mich
so richtig raufen, wie das unter Männern eben so üblich ist.
Das Bettchen. dass er für mich gemacht hat, ist etwas
groß geworden, na,
ja, wenn es um mich geht, übertreiben meine Leute
immer ein wenig, aber so kann ich mich nun in der vollen Länge
ausstrecken.Meist liege ich auf dem Rücken, die Beine nach oben.
Einen Kuschelteddy habe ich auch in meinem Bettchen, den zerbeiße
ich nicht, nur all die anderen Spielsachen. Am liebsten spiele ich mit
meinem Stoffhasen, den kann ich an den Ohren packen und
herum wirbeln. Einmal ist der Hase in einem Affentempo auf den Tisch
geflogen und hat ein Glas umgeworfen, wuff, da bin ich aber
erschrocken. Frauchen sagte nur....na gehts noch,? !
So ist sie halt.Wuff.
Den Tisch hat sie dann neu eindecken müssen, ich glaube es war
doch mehr umgefallen und auf den Tisch geflossen, was ich kleiner
Hund ja von unten gar nicht sehen kann.
Dann haben meine Leute dafür gesorgt, dass die alten
Fensterbänke rausgerissen werden und Herrchen hat neue nach
Maß, extra für mich gezimmert. Oh, dass ist fein, so kann
ich immer aus dem Fenster sehen, wenn Frauchen am Computer sitzt.
Im Frauchens Büro liege ich eigentlich am liebsten im
Körbchen.Dabei störe ich sie auch nicht, schließlich
müssen all die Knochen und die Leckerli verdient werden.
Manchmal stellt Frauchen mich auf den Schreibtisch und dann zeigt sie
mir
Hundebilder, die sich bewegen,dass ist fast wie mein
Nachmittagsprogramm ,eine Tierarzt Sendung
oder die verückte Welt der Tiere, dass ich manchmal sehen darf.
Sehr lustig. Wuff.
Am liebsten gehe ich spazieren und kann es kaum erwarten, bis Frauchen
mich von der Leine lässt. Dann tobe ich über die Felder,
durch Pfützen und Schlamm. Zu Hause wieder angekommen, dauert es
immer lange, bis Frauchen mich wieder gesäubert hat. Es ist mir
ein Rätsel, warum ich nicht so, mit all dem Schmutz auf das Sofa
springen darf, denn da könnte ich den Dreck so gut abrubbeln.
Es gibt Dinge, die versstehen die Menschen einfach nicht.
Ansonsten bin ich immer da wo Frauchen ist, ist sie mal nicht in der
Nähe werde ich unruhig und jaule das ganze Haus zusammen.
Herchen meint, dass kommt daher, weil Frauchen mich aus der Hölle
geholt hat.
Dann hat Herrchen mit Sohnemann die ganzen sechstausend
Quadratmeter Wiese für mich eingezäunt, weil Frauchen immer
Angst hat, dass ich mal unter ein Auto laufen könnte.Auto
muss irgendwas
mit paltt fahren zu tun haben, anders kann ich mir das ganze
Getue nicht erklären.
Auf dieser Wiese sind viele Obstbäume, die habe ich
natürlich alle eingeweiht.Nur in den Garten vor dem Haus darf ich
nicht hinmachen, da sind Frauchens Rosen.Es dauerte 2 Tage, bis
ich gehorchte und mein Bein nicht mehr an den Rosen anhob, denn dieses
langgezogene Ginoooooooooooooooo von Frauchen ging mir so auf den
Sender, da hab ich es dann doch lieber gelassen. Hundeohren können
nicht alles vertragen, wuff.
Aber da ich ja sooooooo gehorsam bin, muss sich Frauchen
über mich nie ärgern.Übrigens gehorche ich auf
Schnalzgeräusche .
- Also so ein Te -T -T -
Das heisst, zweimal Tt Tt und ich komme angerannt.
Das Wort - Warten - bedeutet, ich muss warten, bis Frauchen ihre
Schuhe angezogen hat, bevor wir spazieren gehen können, darf in
dieser Zeit nicht ständig an ihr hochspringen. Das ist dann so ein
lamggezogenes Waaaarteeee. Inzwischen weiss ich das und warte.
Verstehe sehr viel, eigentlich alles, was daher kommt, weil meine
Dosenöffner so viel mit mir reden.
Habe ich mich mal sehr weit entfernt, muss sich Frauchen
die Zunge aus dem Halse schreien. Wuff, dass ist fein, ich tu
dann so, als höre ich nichts.Wenn sie dann mit den Armen
winkt und in der Luft damit lange herumrudert komme ich
gelaufen, aber erst schau ich mir das Schauspiel eine Weile an.. Ist
wie Fernsehen. Ich könnte mich vor Lachen auf den Rücken
werfen.
Nun hat sich in der Zwischenzeit einiges getan.Natürlich bin
immer noch der brave liebe Kerl, wie eh und je.
Wie du siehts habe ich eine neue Webseite bekommen.Wurde ja auch Zeit!
Katzen mag ich auch.Sie sind ja auch nur Tiere aus Fleisch und Blut und
ich denke, ich sollte nicht nach ihnen schnappen. Spiele viel lieber
mit ihnen und freue mich und bin dankbar, wenn sie ihre spitzen Krallen
nicht in mein Fell bohren. Bin nämlich sehr verspielt und habe nur
Unsinn im Kopf.
Es ist so schön ein Hund zu sein.Wuff, wuff.
Update 2010
Nun ist einige Zeit vergangen und ich schreibe mal wieder etwas
über mich.
Habe ich eigentlich schon erzählt, dass ich meine Pfoten auf der
Matte die vor der Haustüre liegt abrubble, bevor ich das Haus
betrete?
das kam so...,mein Frauchen hat mir das beigebracht, da war ich noch
klein.Nun mache ich das nicht nur, wenn es draußen geregnet hat,
nein, auch, wenn ich saubere Füße habe, also, wenn ich
in der trockenen Jahreszeit vom Spaziergang komme.
Manchmal übertreibe ich das mit Absicht, dann schubber ich noch
mit meiner Schnautze darüber, werfe mich auf die Matte und
Frauchen sagt dann immer, wie fein ich das gemacht habe, es aber nun
genug sei. Inzwischen verstehe ich alles, also nicht nur ein paar Worte.
Wenn meine Leute sich unterhalten, tu ich immer so, als würde ich
schlafen, aber ich höre alles.
Fällt aber nur das Wort
Hund, schnellen meine Ohren nach oben.
Also meine Ohren schnellen automatisch nach oben , bei den Worten
-- lieber Gino, guter Hund, Gutis, Leckerlis, Essen, Bürsten, raus
gehen, Leine, ins Betti gehen.--
Wörter, wie ...komm jetzt, nein,lass das ....schnellen meine Ohren
nicht automatisch nach oben, sie bleiben einfach hängen, ohne,
dass ich das mit Absicht mache. Einfach so.
Noch immer bin ich nur da zu finden, wo mein Frauchen sich
aufhält, geht sich mal ohne mich in den oberen Stock des Hauses,
springe ich so oft an Herrchen hoch, bis er mir die Türe
öffnet, wenn das nicht schnell, genug geht, fange ich an zu
jaulen, das hält er nicht aus, und auch mit einem Leckerli bin ich
nicht zu halten, so lässt er mich raus.Ist keiner
da jaule ich so laut,dass Herrchen aus seiner Werkstatt
herauf kommt und mich raus lässt. Mein Frauchen meint dann,
sie musste nur etwas holen, aber länger als 5 Minuten kann ich
nicht warten.Ich habe Angst, dass sie nicht wieder kommt. Ich brauche
sie in meiner Nähe.
Dann düse ich wie ein Irrer nach oben, so schnell, dass ich schon
oft auf die Schnautze gefallen bin.
Mein Frauchen sagt dann immer, meiiin Goooooott, der trampelt, wie ein
Ponny.
Wie kann ein so kleiner Hund so laut herumtrampeln. Ja, gerade, wenn
man klein ist, muss man sich bemerkbar machen.Da ich Frauchen so oft
hinterher renne, trägt sie mich wieder herunter, sie meint,dass
sei besser für meinen Rücken, das ständige Treppen
laufen sei nichts für den Rücken von kleineren
Hunden.Verstehe ich zwar nicht, aber getragen werden ist eine feine
Sache.
Wuff. ansonsten gibt es nichts Neues, mein Leben verläuft in einem
fetten Landstich, wo ich viel spiele, draussen bin und mich
sicher und beschütz fühle.
Meinen treuen so wunderschönen braunen Augen kann mein Frauchen
nicht wiederstehen, sie muss mich einfach lieb drücken, was
will ich mehr.
- Wuff - Ende-
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